Claudio Castiglioni
kauft MV Agusta
zurück
Harley-Davidson
findet Käufer
für italienische
Nobelmarke
Für angeblich drei
Euro hat Claudio
Castiglioni,
früherer Besitzer
der italienischen
Nobelmarke MV
Agusta, die Firma
von Harley-Davidson
wieder
zurückgekauft. Damit
wechselt MV Agusta
bereits nach zwei
Jahren wieder den
Besitzer.
Aufmerksamen
Beobachtern der
Szene wird das
bekannt vorkommen:
Bereits 2004 hatte
Castiglioni 57,75
Prozent von MV
(damals noch mit
Husqvarna) für 70
Millionen Euro an
den malaysischen
Autobauer Proton
verkauft, die
Anteile aber nur ein
Jahr später zum
symbolischen Preis
von einem Euro
zurückbekommen. Im
Sommer 2008 stieg
dann Harley-Davidson
ein: für wiederum 70
Millionen Euro
übernahmen die
Amerikaner |
MV Agusta ganz,
Claudio Castiglioni blieb
Präsident. Aufgrund
der Wirtschaftskrise
beschlossen die Amis
dann im Herbst 2009,
ihre Tochter Buell
zu schließen und die
zweite Tochter MV
Agusta wieder
abzustoßen – wie nun
geschehen.Claudio
Castiglioni zur
Seite stand beim
Kauf seine
Hausbank Intesa
SanPaolo. Neben ihm
hatte es weitere
Interessenten an MV
Agusta gegeben,
darunter die
US-Gruppe TPG, der
zwischen 1996 und
Ende 2005 Ducati
gehörte.
Claudio
Castiglioni zur
Seite stand beim
Kauf seine
Hausbank Intesa
SanPaolo. Neben
ihm hatte es
weitere
Interessenten an
MV Agusta
gegeben,
darunter die
US-Gruppe TPG,
der zwischen
1996 und Ende
2005 Ducati
gehörte. Dem
Vernehmen
scheiterte die
Übernahme durch
TPG, für die der
frühere
Ducati-Boss
Federico Minoli
die
Verhandlungen
führte, weil
Harley-Davidson
mit Claudio
Castiglioni eine
Sonderzahlung
vereinbart
hatte, wenn
bestimmte
Verkaufsziele
bis 2016
verwirklicht
würden.
Weitere
Überraschung:
Zur Verstärkung
holt sich
Castiglioni den
Ingenieur
Massimo Bordi,
62. Der
hatte 22 Jahre
lang für Ducati
gearbeitet und
unter anderem
den
Desmo-Vierventiler
entwickelt. Ende
2000 hatte Bordi
wegen
Differenzen mit
den damaligen
Eigner, der
US-Gruppe TPG,
bei Ducati
gekündigt und
war als
Vorstandschef
zum
Traktorhersteller
Same-Deutz-Fahr
gewechselt.
Bordi soll sich
bei MV Agusta
künftig
natürlich auch
um die Technik
kümmern, aber
nicht nur:
Gerüchteweise
heißt es, dass
er der neue
Geschäftsführer
wird, während
Claudio
Castiglioni
weiterhin
Präsident
bleibt.
MV Agusta kann
also wieder
durchatmen.
Allerdings hat
Castiglioni
bereits
angekündigt,
dass sich die
Belegschaft,
derzeit rund 240
Personen, auf
gewisse
Einschnitte
gefasst machen
muss. 2009
machte die Firma
rund 27
Millionen Euro
Miese, und auch
das jetzige
Geschäftsjahr
wird MV Agusta
mit einem Minus
abschließen.
Bereits im
nächsten Jahr
will Castiglioni
aber ein Plus
erwirtschaften.
Helfen sollen
dabei 20
Millionen Euro
an Investition
und der lang
erwartete
Dreizylinder,
den er für Mitte
2011 ankündigte.
Quelle; 09.08.2010
Von: Eva Breutel
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