|

Massimo
Tamburini
Der italienische Motorradhersteller MV Agusta hat gestern verlauten
lassen, dass ihr Chef-Designer Massimo Tamburini sie verlassen
werde. 13 Jahre lang war Tamburini im MV Agusta-Designcenter „Centor
Ricerche Cagiva“ in San Marino tätig. In seiner Zeit bei MV
Agusta entstanden Design-Ikonen wie die F4 oder die Brutale.
Vielen Motorradfahrern dürfte Tamburini ausserdem auf ewig in
Erinnerung bleiben als Vater der Ducati 916 - einer absoluten
Designikone.
Doch warum verlässt Tamburini MV? Und wie geht es bei MV Agusta in
Zukunft bezüglich Design weiter? Dazu Massimo Tamburini selbst:
„Ich bin zuversichtlich, dass die hochqualifizierten Designers
in San Marino das exzellente MV-Design weiterpflegen werden.“ In
Zukunft wolle er sich dem Design ausserhalb des Motorradsektors
und anderen Interessen widmen.
Spekulationen
Was natürlich reichlich Raum für Spekulationen lässt, zumal die MV
Agusta-Gruppe dieses Jahr von Harley-Davidson übernommen wurde.
Möglicherweise gab es Meinungsverschiedenheiten, in welche
Richtung sich MV Agusta in Zukunft bezüglich des Designs
weiterentwickeln soll – aber das ist wie gesagt reine
Spekulation.
Auffallend viele Wechsel
Auffallend ist aber auf jeden Fall, wie in relativ kurzer Zeit viele
italienische Motorrad-Chefdesigner zurücktraten oder den
Arbeitgeber wechselten. Pierre Terblanche, Design-Vater der
Ducati Multistrada und der Hypermotard und der glücklosen Ducati
999, verliess Ducati vor ziemlich genau einem Jahr (um sich
anders zu orientieren), an seine Stelle trat vor einem Monat der
Spanier Carlos Solsona. Und sein Landsmann Miguel Galluzzi, der
einst die Ducati Monster schuf, wurde kürzlich vom
Aprilia-Chefdesigner zum Styling-Chef für die ganze
Piaggio-Gruppe befördert.
Quelle: Motosport Schweiz |