 |
 |
|
 |
|
|
München am Nabel des Bieres vom 02. bis 04. Oktober
2009
Das einzige das ich
wusste war, ich habe
mich für den Besuch
auf dem Oktoberfest
angemeldet und
sollte am
Freitagmorgen um
08:15 im Badischen
Bahnhof sein. Am
Vorabend habe ich
noch alles für
München gepackt und
bereitgestellt, da
ich um halbfünf
aufstehen wollte,
also genügend Zeit
für mein Zug um
06:15 ab Zürich
Altstetten. Dem war
leider nicht so und
ich erwachte erst um
zwanzig vor sechs
und es wurde ein
wenig stressig, aber
mit vollem Einsatz
und ohne Frühstück
habe ich den Zug
nach Basel doch noch
erreicht und auch
das richtige Drämmli
zum Badischen
Bahnhof gefunden.
Rolli und Rosi
warteten schon in
der Cafeteria und
bei einem Kaffe
erklärten Sie mir
was uns am
Wochenende erwarten
wird. In der
Zwischenzeit
gesellten sich auch
Niggi und Ruedi,
Remo, René, Walti
und Erna sowie Ruedi
und Christine aus
Brunnen zu uns.
Pünktlich fuhr der
Dieselzug über
Schaffhausen,
Friedrichshafen und
den Bodensee entlang
Richtung Ulm. Die
dreistündige Fahrt
war ein wenig
holprig und eine
Diesellok ist auch
nicht gerade leise,
aber schlimmer war
eher dass es keinen
Speisewagen oder
sonst ein
Verpflegungsmöglichkeit
gab. In Ulm hatten
wir einen kurzen
Aufenthalt den wir
ausgiebig für Bier
und belegte Brötchen
nutzten bevor uns
die Reise weiter
nach Dillingen,
unser Endziel
führte. Dort
erwartete uns auch
schon unsere
deutschen Mitglieder
Walter Öxler und
Georg Irrgang, der
mit seinem Auto aus
Mönchengladbach
angereist war, zur
Begrüssung. Walter
hatte einige
Kollegen organisiert
die uns mit Ihren
Fahrzeugen vom
Bahnhof in das Hotel
Dillingerhof
brachten, in dem wir
uns sofort heimisch
fühlten und ohne
grosses federlesen
die Zimmer bezogen.
Nach einer kleinen
Erfrischungspause
führte uns Walter in
ein kleines Museum
in Gundelfingen.
Diese Privatsammlung
von Jürgen Mayr
hatte es in sich,
neben der
umfangreichsten
Sammlung von
MAN-Ackerdiesel
Traktoren, konnten
wir viele Raritäten
bewundern, einen
Ferrari 1952 mit
handgefertigter ALU
Karosserie, einen
100 jährigen Hispano
Suiza, ein Talbot
1927, Delage, Unic,
Vermorel, Grégoire
und andere
französische
Fahrzeuge deren
Namen ich noch nie
gehört habe.
Lastwagen von
Borgward,
Holz-Laufrad aus dem
Jahre 1850, Tandem
mit Derny
Hilfsmotor,
Motorräder,
Blechschilder,
einfach alles was
ein Sammlerherz
höher schlagen
lässt, ein grosses
Kompliment an Herr
Mayr, der diese
Schätze
zusammengetragen hat
und stolz beim
Eingang stand um
allfällige Fragen zu
beantworteten. Um
den mitgereisten
Frauen etwas
Abwechslung zu
bieten, fuhren wir
anschliessend nach
Günzburg, einer
beschaulichen
Kleinstadt mit
vielen
Sehenswürdigkeiten
und einer schönen,
historischen
Altstadt die zum
Bummel einlud. Nach
ausgiebigem
Schaufensterkino und
einer Kaffepause
fuhren wir zurück
ins Hotel, dort war
auf 19:30 einen
Tisch für das
Nachtessen
reserviert. Während
wir auf Walter Öxler
warteten, der
zuhause seine Frau
Edeltraud abholte,
flossen auch schon
die ersten Bierchen
und es wurde rege
über das erlebt
diskutiert. Als sich
die beiden zu uns
gesellten, war
bayrische
Gemütlichkeit
angesagt und Roland
und Rosi Möschlin
überreichten Ihnen
zum Dank drei grosse
Geschenkdosen mit
Baslerläckerli. Bei
einem exzellentem
Essen mit Wein und
Bier genossen wir
einen geselligen
Abend und plauderten
bis die ersten müde
ins Bett gingen, die
Restlichen folgten
eins zwei Bierchen
später, denn am
Samstagmorgen
mussten wir früh
aufstehen.
Um sechs Uhr
klingelte der Wecker
und um sieben Uhr
waren wir schon am
frühstücken, ein
reichhaltiges Buffet
erwartete uns mit
frischen Brötchen,
Aufschnitt, Käse,
Eier und Speck,
einfach herrlich und
erst der Kaffe so
etwas habe ich in
Deutschland nicht
erwartete. Kurz
besprachen wir noch
was wir anziehen
wollten, da wir
nicht recht wussten
wie das Wetter sein
wird, entschieden
wir uns für warme
Jacken und
vielleicht noch
einen Regenschutz.
Kurz vor acht traf
auch Walter mit
seinen Freunden ein
und zu unserem
erstaunen in
Lederhosen wie es
sich für echte Bayer
gehört, er erklärte
uns das heute nur
Sonnenschein
angesagt sei und wir
nicht allzu viel
Kleidungsstücke
mitnehmen sollten,
die könnten leicht
verloren oder
vergessen werden,
schnell noch ein
Kleiderwechsel und
ab ging’s zu
Bahnhof. Mit dem Zug
fuhren wir über
Donauwörth, Augsburg
nach München und je
länger die Reise
dauerte je mehr
Passagiere stiegen
zu und alle mit
demselben Ziel, das
Oktoberfest in
München. Kurz vor
halb elf erreichten
wir die
Theresienwiese und
da standen wir nun
auf dem grössten
Volksfest der Welt,
da reihten sich Zelt
an Zelt und Stand an
Stand einfach
riesengross,
unvorstellbar wenn
man so etwas noch
nie gesehen hat. Als
erstes ging wir in
die Ochsenbraterei
dort war für uns ein
Tisch reserviert und
bei einem Teller
Ochsenbraten und
einer Mass, schauten
wir dem
feuchtfröhlichen
treiben zu, da um
diese Zeit das Zelt
schon gut besucht
war. Anschliessend
machten wir einen
Abstecher in das
Käferzelt um bei
Kaffe und Kuchen den
weiteren Verlauf
abzusprechen und die
Eintrittsbändel für
das Bräurosl zu
verteilen, dort
waren ab 16 Uhr
wiederum Tische
reserviert. Bis
dahin hatten wir
noch genügend Zeit
um einen
ausgedehnten Bummel
über die Wiesen zu
machen und den
vielen Bahnen mit
den verrücktesten
Loopings, die
riesigen Bierzelte
mit 8000-10000
Plätzen und dem
fröhlichen Treiben
zu zuschauen. Als
wir uns alle wieder
trafen, waren die
meisten Bierzelte
wegen Überfüllung
geschlossen und vor
den Eingängen
warteten
Menschentrauben auf
Einlass, zum Glück
hatten wir die
Reservierungsbändel
und wurden ohne
Wartezeit
eingelassen, die
Stimmung war
ausgelassen und wir
mussten uns durch
die Menschen kämpfen
um zu unseren
Plätzen zu gelangen.
Nach einer kleinen
Stärkung mit einem
halben Hendel,
Brezen und Bier war
es um uns geschehen
und noch eine Mass
später standen auch
wir auf den Bänken
und sangen und
tanzten mit. Der
Rest des Abends ist
schnell erzählt,
Jubel Trubel
Heiterkeit war
angesagt und je
später es wurde je
ausgelassener und
fröhlicher wurde die
Stimmung. Kurz vor
neun Uhr fuhren die
ersten zurück ins
Hotel und auch wir
folgten dann eine
Stunde später, es
war ja noch eine
weite Reise mit
umsteigen und einer
Taxifahrt bis nach
Dillingen, doch
schon in München
hatten wir mühe in
den völlig
überfüllten Zug
einzusteigen. In
Augsburg hatte wir
dann einen
Zwischenfall, nach
meinem wissen gab es
von hieraus keine
Zugsverbindung mehr
und ich wartete am
Taxistand, doch weit
und breit sah ich
niemand von uns,
also rannte ich
zurück und sah dass
es doch noch einen
Zug Richtung
Donauwörth gab, also
hoch auf das Perron
und da wartete auch
schon Walter
ziemlich nervös auf
dem Trittbrett auf
mich. Im Zug erfuhr
ich dann noch dass
René einen kleinen
Unfall hatte, der
unglückliche war mit
dem Fuss zwischen
Perron und
Trittbrett geraten
wurde aber zum Glück
nicht schwerwiegend
verletzt, die
restliche Heimreise
verlief ohne
Zwischenfälle so
dass wir kurz nach
zwölf müde aber
zufrieden im Hotel
ankamen.
Am Sonntag war dann
ausschlafen angesagt
und nach einem
ausgiebigem Brunch
packten wir unsere
sieben Sachen und
wurden von Walter
Öxler zu sich
nachhause eingeladen
um seine Schätze zu
bewundern. Walter
und Edeltraud wohnen
zwei Dörfer von
Dillingen entfernt
in einem hübschen
Einfamilienhaus mit
viel Umschwung sowie
einer grosse Garage
und wir waren
überzeugt, dass es
da einiges zu
bestaunen gab. Wir
wurden nicht
enttäuscht, er hat
sich dort eine
grosszügige
Werkstatt mit viel
Platz für seine
Motorräder
eingerichtet, in
Reih und Glied
standen da seine
Rennmaschinen, eine
Moto Guzzi V65,
diverse MV Agusta,
zwei Hondas, ein
Horex Gespann und
einiges mehr und wie
er nicht ohne Stolz
festhielt, alles
betriebsbereit und
fahrbar. In der
Werkstatt stand
einzig eine Honda
die zurzeit zu einem
Racer umgebaut wird
und er erklärte uns
ausführlich was noch
alles daran zu
machen ist. Aber wir
hatten ja noch nicht
alles gesehen denn
auf dem Dachboden
durften wir sein
Ersatzteillager
bewundern, alles
sauber in Gestellen
eingeordnet und
beschriftet und da
stehen auch noch
einige Raritäten die
nur darauf warten
restauriert zu
werden, nun
respektiere ich
seinen Wunsch nur
schauen keine Fotos
und nicht allzu viel
erzählen welche
Schätze sich dort
noch befinden.
Nachdem wir alles
begutachtet hatten,
zeigte Edeltraut den
Frauen das Haus und
wir Männer machten
es uns im Gartenhaus
gemütlich um bei
einem Bier das
gesehene zu
kommentieren und ein
wenig zu
fachsimpeln, die
Zeit verging viel zu
schnell und wir
mussten langsam
aufbrechen da um
15:26 der Zug
Richtung Heimat
fuhr. Walter und
Edeltraut brachten
uns noch zum Bahnhof
wo wir uns mit dem
obligaten
Gruppenbild mit
Schweizerfahne
verabschiedeten, an
dieser Stelle möchte
ich mich nochmals
ganz herzlich bei
den beiden und Ihren
Helfern für die
Gastfreundschaft und
das bestens
organisierte
Wochenende bedanken,
es war super bei
euch vielen Dank,
Die Bahnfahrt nach
Ulm war kurzweilig
und wir hatten
genügend
Gesprächsstoff für
die Reise, in Ulm
angekommen wussten
wir auch schon wo
wir uns Verpflegen
würden und vor allem
konnten wir uns
vorbereiten damit es
nicht wieder eine
Durststrecke bis
nach Basel geben
würde. Der Zug nach
Friedrichshafen war
schon überfüllt als
wir zustiegen und
wir mussten uns über
mehrere Abteile
verteilen damit alle
einen Sitzplatz
hatten, doch deshalb
liessen wir uns die
Stimmung nicht
verderben und hatten
einiges zu lachen,
in Friedrichshafen
mussten wir nochmals
umsteigen und
konnten uns wieder
zusammen setzen, es
war wie auf einem
Laufsteg immer etwas
los und wir
amüsierten uns
köstlich über die
doch teilweise
komischen Passagiere
die in den
„Schüttelzug“ aus-
oder zustiegen. Um
viertel nach neun
erreichten wir Basel
und wir der Abschied
voneinander viel
kurz aber herzlich
aus, da für einige
noch eine weite
Heimfahrt
bevorstand.
Es war wirklich ein
schönes Erlebnis am
Oktoberfest und
allen Organisatoren
vielen Dank für das
unvergessliche
Wochenende.
Urs Fontana
|
|
|
|
|
 |