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MV Agusta setzt
sich und Giacomo
„ Ago Nationale“
Agostini mit der
F4 ein
unvergleichliches
Denkmal. Dieser
Kult, diese
Heldenverehrung,
das ist nur
Italienern
erlaubt. Darauf
verstehen sie
sich. Bei
Japanern würde
solch ein
Versuch als
Kitsch
belächelt. Bei
MV AGUSTA nicht.
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Die Firma weiss
um ihre
ruhmreiche
Tradition,
pflegt und hegt
sie behutsam.
Firmeneigner
Claudio
Castiglioni
entgeht mit
seiner Firma
2003 nur knapp
dem finanziellen
Disaster, findet
im malaysischen
Multikonzern
Proton
buchstäblich in
letzter Minute
einen potenten
Partner – und
präsentiert mit
der MV Agusta F4
Ago fast
zeitgleich seine
ganz persönliche
Hommage an einen
unvergleichlichen
Rennfahrer:
Giacomo Agostini.
13 seiner 15
WM-Titel fuhr
der Italiener
auf MV ein.
Dieser Rekord
dürfte auch für
den derzeitigen
König des
internationalen
Zweirad-Rennsports,
Valentino Rossi,
unerreichbar
sein. Gleichsam
Bilanz einer
kongenialen
Partnerschaft.
Agostini,
gesegnet mit
einem
ausserordentlichen
Fahrtalent (und
Geschäftssinn),
sass zur
richtigenZeit
auf einem
konkurenzlosen
Motorrad namens
MV Agusta.
Heute, über drei
Jahrzehnte nach
Agostinis
letztem
WM-Triumph,
zollt die
Traditionsmarke
dem Meister mit
der F4 1000 Ago
gebührenden
Tribut.
Eigentlich
sollte das
Sondermodell,
limitiert auf
500 Exemplare,
mit dem
bekannten 750er
Vierzylinder
ausgeliefert
werden.Doch
finanzielle
Turbulenzen
zögerten die
Produktion so
lange hinaus,
bis der
MV-Patriarch
letztlich die
einzig richtige
Entscheidung
traf: Warum
nicht gleich den
neuen
1000er-Motor zum
Einsatz bringen?
Schliesslich
wartet die
Fangemeinde seit
Jahren auf den
Big Block, der
bereits in
diversen
24-Stunden-WM-Rennen
seine
Standfestigkeit
unter Beweis
gestellt hat.
Allerdings wird
die Serie noch
eine Nuance
exklusiver
ausfallen:
Nicht 500,
sondern nur 300
Einheiten der
1000er werden
das Werk in
Varese
verlassen. Das
Triebwerk
basiert auf dem
sattsam
bekannten 750er
Vierzylinder,
mittels Änderung
der Bohrung.
Nicht ohne Stolz
betonen die
Italiener, trotz
des
Hubraumzuwachses
Gewicht gespart
zu haben. MV
Agusta
verspricht
standesgemässe
166 PS und 109
Newtonmeter
maximales
Drehmoment. Das
nun nominell
einige
Pferdestärken
auf die
brandheisse neue
japanische
Vierzylinder-Armada
fehlen?
Der echte MV-Fan
wird es
sicherlich milde
lächelnd
verschmerzen.
Denn der weiss
sehr wohl, was
er für ein
traumhaftes
Motorrad da für
seine hart
verdienten 29200
Euro erstanden
hat. Gespickt
mit Leckereien,
die sogar
bekennenden
Zweirad-Gourmets
das Wasser im
Mund zusammen
laufen lassen.
Leichte und edle
Marchesini-Alu-Schmiederäder
beispielsweise,
oder diese
filigranen
Sechskolben-Bremssättel
von Nissin, die
sich bei Bedarf
in die
310er-Bremsscheiben
beissen. Allein
der Stückpreis
dieser Sättel
liegt satt über
1000 Euro.
die massive
50er-Upsitedown-Gabel
von Showa und
das feine und –
selbstredend –
voll
einstellbare
Sachs-Racing-Federbein.
Und – nicht zu
vergessen- die
mit rotem
Alcantara
bezogene
Sitzbank. Genau
wie es Meister
Agostini liebte.
Wer mag da noch
über den Preis
philosophieren?Ende
März soll die
Endmontage der
300 Ago’s in
Varese anlaufen.
Zeitgleich mit
der normalen F4
1000 S. Die ist
mit 19800 Euro
Grundpreis
beinahe schon
erschwinglich.
Am Rande
bemerkt.
Diese Ausgabe
von PS das
Sport-Motorrad
Magazin ist für
einen
eingefleischten
MV Agusta Fan
ein absolutes
MUSS!
Quelle: PS Nr. 4 /
April 2004 Text:
Mathias Schröter
Fotos: Künstle, Jahn
(1), Archiv
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