MV Agusta Modelle `94-09
Cagiva oder
MV Agusta ?
Studie 1994

 

Der Imperator schlägt zurück

Zugeben möchte es bei Cagiva noch niemand, doch die Zeichen mehren sich: Der 750er Sportler mit Vierzylinder-Motor, den Cagiva nach einigen Verzögerungen nun auf dem Mailänder Salon im September vorstellt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach den Markennamen MV Agusta tragen. Wohl eine kluge Wahl, denn Caigva hält die Namensrechte an MV, und »der Name Cagiva hat in den letzten Jahren arg gelitten”, gibt selbst Cagiva-Chef Claudio Castiglioni, 50, im Gespräch mit MOTORRAD zu. »Jeder hat über Cagiva hergezogen, wir haben uns schließlich gar nicht mehr die Mühe gemacht, zu dementieren.” Von ungefähr kamen die Negativ-Schlagzeilen allerdings nicht, machte die Firma doch weniger durch Motorräder als durch ihre Leidensgeschichte von sich reden. Denn die Cagiva-Gruppe mit den Motorradmarken Ducati, Cagiva, Husqvarna, einer Beteiligung an CZ in der Tschechischen Republik sowie zwei Gießereien, zwei Hotels und einer Metallwarenfabrik steckte in einer tiefen Krise: Bei Ducati wurde aus Geldmangel kaum mehr gearbeitet, die Cagiva- und Husqvarna-Belegschaft war monatelang auf Kurzarbeit Null, der Parkplatz vor dem Werk in Varese wie leergefegt. Inzwischen sind 51 Prozent von Ducati verkauft, und die Motorradmarken Husqvarna und Cagiva sowie der Name MV Agusta wurden in der neugegründeten Firma Cagiva Motor neu organisiert. Cagiva Motor, an der auch eine italienische Bank beteiligt ist, leitet Claudio Castiglioni jetzt allein; sein älterer Bruder Gianfranco, 56, kümmert sich um die übrigen Unternehmen der Familie. Bislang scheint das neue Konzept aufzugehen, zumindest im Motorradbereich, denn in Varese tut sich was: Beim Besuch im Cagiva- und Husqvarna-Werk wurde so emsig gearbeitet wie schon lange nicht mehr; ein voller Firmenparkplatz und volle Kisten mit zugelieferten Motorradteilen dürfen als gutes Zeichen gewertet werden. Über die harten letzten Jahre will Claudio Castiglioni lieber gar nicht reden: »Da ist viel schief gegangen”, gibt er zu, »aber jetzt wollen wir einen Neuanfang wagen.” An Ideen und Konzepten mangelt es nicht, und zwar weder für Cagiva noch Husqvarna . Dreh- und Angelpunkt der Rückkehr in die Motorradszene bleibt jedoch der 750er Vierzylinder, der am 15. September vorgestellt wird. Die Rahmenbedingungen scheinen zu stimmen: Das Ferrari-Grundkonzept des Motors wurde bei Cagiva in Varese endlich auf den Punkt gebracht. Für Fahrwerk und Design zeichnet das Cagiva Research Center in San Marino verantwortlich, und dort hat der legendäre Massimo Tamburini das Sagen. Daß der sein Handwerk versteht, bezweifelt niemand: Schließlich trägt auch die Ducati 916 seine Handschrift. Claudio Castiglioni jedenfalls ist guten Mutes: »Ich kann Ihnen zwar noch nicht verraten, wie das Motorrad heißt”, sagt er, »aber eines kann ich Ihnen garantieren: Es wird sehr schnell, sehr schön und sehr verläßlich sein.”
F4 ORO
1997
Die Reinkarnation von MV Agusta erfolgte am 15. September 1997 mit der Präsentation der F4 Oro.
Nur zweihundert Exemplare wurden gebaut.
Spritzig-spontan hängt der F4-Einspritzer an der Gasschnur und pulverisiert im Handumdrehen die aktuellen Topspeedwerte der 750er Klasse. 272 km/h. Und in 9,5 Sekunden auf 200 km/h. Hut ab. Weil aber der Motor allein noch kein Motorrad ausmacht, strickten die Italiener gleich noch ein Bilderbuch-Fahrwerk drum herum. Stabile Dreicksverbände mit kunstvollen Schweißnähten, angeflanscht an einen Magnesiumträger, in dem sich Schwingenposition und der Drehpunkt der Umlenkwippe variieren lassen. Selbstverständlich, daß auch der Lenkkopf austauschbare Winkel zuläßt. Alles bereit also für den Superbike-Einsatz. Und das Schöne dabei: Die Gitterrohr-Konstruktion funktioniert prächtig. So prächtig, daß keine Landstraße krumm und buckelig genug sein kann, dieses Chassis auch nur annähernd zu fordern. Kein Wackeln, kein Schaukeln, kein Garnichts. Dafür kübelweise Fahrvergnügen mit messerscharfem Einlenken, 600er Handling und Federelementen, die die Magnesiumräder mit aller macht am Boden halten.
1998
Langes Warten auf ................ die Serienfertigung der F4.
F4 750 S
1999
Der Stoff, aus dem die Träume sind

Monza - über 30 Jahre ist es her, als Giacomo Agostini hier seinen ersten Sieg für MV Agusta erkämpfte, um damit endgültig in den Olymp der Motorradgeschichte aufzusteigen. Und so kann der Name der legendären italienischen Motorradschmiede nur in Monza neu belebt werden. MV Agusta F4-750 - der Traum scheint endlich Wirklichkeit zu werden.
2000
MV Agusta oder besser gesagt deren Designer Massimo Tamburini - Vater von Ducatis 916 - hat zwar das Motorrad nicht neu erfunden, doch ist ihm mit der bereits 1997 in Mailand präsentierten F4 ein ganz großer Wurf gelungen. Vom atemberaubenden Design mal abgesehen, finden sich hier Detaillösungen und ein Fahrwerk, das auf dem Sportmotorradsektor seinesgleichen sucht.

Das Triebwerk musste, und das stand aufgrund des Markennamens MV Agusta von vornherein bei der Entwicklung außer Zweifel, ein Reihenvierzylinder sein. Von Ferrari bereits vor einigen Jahren entwickelt, besitzt der Motor radial im Brennraum angeordnete Ventile und Benzineinspritzung. Die entgegengesetzte Drehrichtung der Nockenwellen zur Kurbelwelle verringert das Kippmoment des Motors beim Hochdrehen. Motorgehäuse und alle darin befindlichen Wellen sind so passgenau gefertigt, dass man bei der Montage auf jegliche Distanzscheiben verzichten kann.
F4 750 1+1
2001
MV Agusta F4 750 S/1+1

Vincent van Gogh würde verzweifeln. Der brave Maler erlebte seinen keimenden Ruhm erst, als es mit ihm schon zu Ende ging. Anders die F4 750, die stand bereits im New Yorker Guggenheim-Museum, als sie noch gar nicht in Serie gebaut wurde. Neuzeitliche Ikone der Ausstellung „The art of the motorcycle“. Was allerdings zur Produktionsphilosophie von MV passt – ein Auf und Ab. Nun, wann immer welche gebaut wurden, konnte die F4 mit einer unglaublich guten handwerklichen, nein: kunsthandwerklichen Verarbeitung erfreuen und mit einem sensationell unerschütterlichen Fahrwerk
2002
 
Brutale ORO
2003
BRUTALE ORO
Für ein Publikum von Sammlern bestimmt, ist die Brutale Serie Oro, allein in der Farbe Rot MV Agusta erhältlich und wird in nur dreihundert Exemplaren mit der Kennzeichnung durch das berühmte goldene Schild oberhalb des Fußes der Lenkung hergestellt.
Brutale 750 S
2003
Die Brutale, in sachen Motor und Fahrwerk mit der F4 nahezu identisch, setzt noch eins oben drauf. Verweigert sich den neugierigen Blicken der Technikliebhaber nicht durch eine Vollverkleidung, stößt mit dem extravagant geformten Scheinwerfer, der Instrumentierung und dem Superbikelenker eine ganz neue Tür ins Reich der Naked Bikes auf.
F4 750 AGO
2003
500 Exemplare zu ehren von Giacomo Agostini
Die F4 Ago ist ein Motorrad mit unwiderstehlicher Anziehungskraft, das durch die Technologie beherrschaft und durch wertvolle Bauteile bereichert wird, die in der Lage sind, einen Stil ähnlich dem Sportgeist der MV Agusta und Giacomo Agostini’s anzubieten. Sie wird in 500 Exemplaren hergestellt, die durch ein Echtheitszertifikat mit Unterschrift von Giacomo Agostini gekennzeichnet sind, sowie mit einer traumhaften Ausstattung an exklusivem Zubehör ausgeliefert.
F4 1000 S
2004
Auf der Mailänder Motorradmesse begeisterte die neue MV Agusta F4 1000 das erste Mal die Besucher. Schnell stand fest, die neue Italienerin gehört zu den schönsten Motorrädern der Bikersaison 2004.Der 998-ccm-Motor der F4 1000 wurde neu entwickelt und basiert auf dem 750er-Vierzylinder. MV verspricht 166 PS und ein Drehmoment von 109 Nm, dazu ein Verdichtungsverhältnis von 13:1 - die F4 1000S dürfte abgehen wie eine Rakete.
Die Spitzengeschwindigkeit soll bei 301 km/h liegen. Trotz optimierter Leistung wiegt der neue Motor 2,5 Kilogramm weniger als der 750er. Der Grund: Entscheidende Teile wie Kurbelwelle, Nockenwellen, Kolben, Pleuel, Brennraum, Kupplung und Anlasser haben die Techniker um Motoren-Chef Andrea Goggi gründlich überarbeitet und dabei abgespeckt.
F4 Tamburini
2004
F4 TAMBURINI Eine Rolle als Protagonist kommt der F4 1000 Tamburini zu, der vom Vorsitzenden Claudio Castiglioni vertretenen Schöpfung, um das Genie des berühmtesten Projektanten zu würdigen. Ein zauberhaftes Motorrad, bei dem die große Sorgfalt gegenüber dem Detail und die Wahl der exklusivsten Bauteile sich mit einem speziell konfigurierten Antrieb verbinden, um aufregende Leistungen zu erzielen. Die F4 1000 Tamburini, die auf Wunsch des Präsidenten Claudio Castiglioni zu Ehren des berühmtesten Designers entworfen wurde, wird auf der Weltbühne des Motorradsports eine Hauptrolle einnehmen. Ein magisch anmutendes Motorrad, das nicht nur durch Liebe zum Detail und erlesenste Materialien besticht, sondern auch durch einen Motor, dessen Konfiguration in Sachen Leistung keine Wünsche offen lässt.
Brutale Gladio
2005
BRUTALE GLADIO
Die legendäre römische Klinge mit doppelter Schneide, scharf und tötlich, war über Jahrhunderte ein Symbol für Leistung und technologische Überlegenheit und kennzeichnet den geräumigen Tank der MV AGUSTA BRUTALE in ihrer Ausführung GLADIO. Ihre in der Mechanik ausgebildeten Formen werden durch dunkle und metallische Farben umhüllt, die einen mächtigen Antrieb verdecken, der sich in einem Käfig aus Chrommolybdän-Stahlrohren befindet. Es ist unvermeidlich, von den Emotionen im Sattel der GLADIO überwältigt zu werden, das Vergnügen sich als ein Teil von ihr zu fühlen, die Fertigung, die Details und den Duft der Mechanik zu schätzen, der mit dem Aroma des Leders verschmilzt, mit dem die handgenähten Sitze überzogen sind, und das Brummen ihres Motors zu hören. Brutale GLADIO. Erobern Sie mit ihr Ihre Freiheit.
F4 1000 Corse
2005
F4 CORSE
Als eine Marke mit großer Vergangenheit, die jedoch auf die Zukunft ausgerichtet ist, ist F4 Corse die perfekte Synthese einer leistungssportlichen Vergangenheit ohne Gleichen. Ihre Livree umfasst alle Konzepte der Geschichte und der Sportlichkeit, die seit jeher zum genetischen Besitz der Marke gehören, beginnend bei der neuen und ansprechenderen Auslegung des klassischen Rot und Silber bis hin zur besonderen Ausbildung der Nummernschildhalterung am Heckteil, die ihre sportliche Gestaltung zu einem Extrem bringen.
F4 1000 Mamba
2005
F4 MAMBA Aggressiv und bedrohlich, wie die gleichnamige afrikanische Schlange, bietet die F4 1000S MAMBA eine einzigartige Kombination aus Rot, Schwarz sowie eine Verkleidung aus Kohlenstofffaser. Der Bausatz zur kundenspezifischen Anpassung von Mamba ist in drei Ausführungen erhältlich: das Basis-Set, das Set “Full Option” und das Set “Standard”.
Brutale America
2005
BRUTALE AMERICA
Entstanden im Atelier von Andrea Tamburini, dem künstlerischen Sohn des berühmten Massimo, erinnert die Brutale America an das historische Modell der MV Agusta 750S aus dem Jahre 1972. Durch Bauteile aus Kohlenstoff und geschmiedete Felgen bereichert unterscheidet sich die Brutale America durch ihre rot-weiß-blaue Livree. Die Brutale America wird in nur 300 Exemplaren hergestellt, die durch ein numeriertes Schild zur Garantie ihrer Echtheit gekennzeichnet sind.
F4 Veltro
2005
Unglaublich, aber wahr: MV Agusta baut einen Töff, der 106 500 Franken kostet. Das Kunstwerk auf zwei Rädern wird in limitierter Auflage von 25 Stück gebaut.

Basis ist die 2005 lancierte MV Agusta F4 1000 (ab 30´000 Franken). Deren 166 PS starker 998-ccm-Vierzylinder-Motor, den MV Agusta zusammen mit Ferrari entwickelte, wurde auf 190 PS getunt. Die Kraftübertragung ans fett bereifte Hinterrad erfolgt via 6-Gang-Renngetriebe und Kette. Die Fahrleistungen sind atemberaubend. 0 bis 200 km/h in kaum mehr als 7 Sekunden, Spitze: 307 km/h.
Für Sicherheit sorgen ein filigraner, aber ultra-steifer Gitterrohr-Rahmen und eine Rennbremsanlage mit radial montierten Bremszangen von Spezialist Brembo. Einziger Wermutstropfen: Die «Racing» ist nicht für die öffentliche Strasse homologiert. Für diesen Zweck gibt es die F4 Veltro Strada. Die hat «nur» 174 PS und wird exakt 100 Mal gebaut. Kostet dafür auch «nur» 81 600 Franken.
Brutale Italia
2006
BRUTALE WELTMEISTERSCHAFT!
DIE AZZURRI AUF DEM DACH DER WELT IM SATTEL DER BRUTALE 910R ITALIA

Wie bereits vor 24 Jahren bei der Weitmeisterschaft in Spanien im Jahre 1982, hat Claudio Castiglioni, Vorsitzender der Unternehmensgruppe MV Agusta, am Vorabend des Endspiels in Deutschland 2006 beschlossen, im Falle eines Sieges allen Spielern der italienischen Nationalmannschaft eine Brutale 910R in der exklusiven Ausführung "Italia" zu schenken. Und nochmals hat diese Idee unseren Spielern Glück gebracht, die Sonntagabend den Weltmeistertitel erringen konnten.
Bereits seit Montag arbeitet der Bereich Stil von MV Agusta an der Brutale 910R ITALIA, die einige Besonderheiten aufweisen wird, die sie einzigartig machen: der handgespritzte Tank, der durch eine aus diesem Anlass speziell entworfene Gestaltung gekennzeichnet ist und an das blaue Trikot erinnert, sowie ein goldenes Schild mit Einkerbung der fortlaufenden limitierten Seriennummer und dem Namen der Spieler sowie des CT.
Die Firma MV Agusta übergibt das Motorrad allen Spielern und dem Trainer der italienischen Mannschaft aus Anlass einer ad hoch organisierten und für den Monat September im Firmensitz der Unternehmensgruppe MV Agusta in Schiranna (Varese) vorgesehenen Veranstaltung.
Diese exklusive Ausführung der Brutale 910R, dem weltweit am häufigsten prämierten Motorrad und dem Symbol des Made in Italy, wird in 124 Exemplaren hergestellt, von denen 24 an die Weltmeister gehen und 100 für den Verkauf an Liebhaber und Sammler der Marke MV Agusta bestimmt sind.
F4 1000 S / 1+1
2006

MV Agusta F4 1000S/1+1

Eine F4 bleibt eine F4, denn eine F4 ist der schönste Supersportler dieser Welt. Wegen dieses Diktums der Firmenleitung kann kein Mensch eine 750er- von einer 1000er-MV aus mehr als zwei Metern unterscheiden. Der Beschluss ist nicht nur auf Verständnis gestoßen, aber jetzt haben alle ihre Enttäuschung überwunden. Beim Übergang zur Tagesordnung wäre nur noch an folgendes zu erinnern: Mit diesem Äußeren geht eine rennmäßige Sitzposition einher. Nichts fürs Spazierenfahren, und zwar noch viel weniger als auf gängigen Nippon-Supersportlern. Womit die Gegnerschaft ausgemacht wäre, denn anders als Ducati wählt MV ja eine Zylinderzahl und -konfiguration, die den unmittelbaren Vergleich erzwingt.
F4 1000 AGO
2006
 

MV Agusta F4 1000 Ago
Der bekannteste Werbeträger für MV Agusta wird wohl für alle Zeiten Giacomo Agostini heißen. Der 15-malige Weltmeister hat die Marke in den 60ern und 70ern als Dominator der großen Grand-Prix-Klassen ins Bewusstsein aller Motorradfans getrieben. Folgerichtig gebührt ihm ein Sondermodell der stärksten MV, logisch verlangt eine solche Ehrung erstens die Lackierung in den alten MV-Rennfarben und außerdem eine gelinde Aufrüstung. Also führt nun statt der sehr guten Marzocchi-Upside-down-Gabel eine nämliche – allerdings mit Titannitrid-beschichteten Rohren – das herrliche Alu-Vorderrad von Marchesini. Außerdem gibt’s weltmeisterliche Zitate sowie eine Prise Karbon.
F4 CC
2007
MV Agusta F4 1080 CC
Schon das derzeitige Basismodell, die MV Agusta F4 1000, war nicht gerade ein Langweiler: 166 PS und 289 Km/h Spitze. Doch die italienische Edelschmiede setzt jetzt noch einen drauf und lanciert ein Sondermodell, dass alle gängigen Preisvorstellungen sprengt: 160'000 Franken soll die 200-PS-Kanone kosten. Extraklassebike MV Agusta F4 1080 CC mit einem ganzen Sammelsurium an edlen Materialien und mit 200 PS. Der Preis ist allerdings auch "Extraklasse"
MV ist bekannt, aus jeder noch so kleinsten Serie eine noch kleinere Sonderserie abzuleiten. Es gibt wohl auch keinen Motorradhersteller, der in den letzten dreissig Jahren so viele Sondermodelle abgesetzt hat wie MV Agusta. Nun kommt die absolute Sonderserie-Krönung, die MV Agusta F4 1080 CC. Wobei das CC – wie nicht anders zu erwarten war – für Claudio Castiglioni steht, Boss von MV. Castaglioni setzt sich damit nicht gerade unbescheiden selbst ein Denkmal.
Schön, schauen wir uns das Rennpferd einmal an. An der Show in Milano wird es diese Woche vorgestellt, das teuerste Serienbike aller Zeiten. Interessant an dem Bike ist vor allem, dass es sich bei dem Motor – laut MV – um eine Neuentwicklung handeln soll. Der bestehende F4 998 ccm-Motor wurde aufgebohrt, alle anderen Komponenten zum Teil völlig neukonstruiert. Der Materialmix ist äusserst edel: Titan, Magnesium, Carbon…
Die Leistungsdaten sind dementsprechend exorbitant: 200 PS bei 12'200 /min, 125 Nm bei 90007min. 187 Kilo Leergewicht – das sind rund dreizehn Kilogramm weniger als die Normal-F4. Der Topspeed klettert so auch auf anständige 315 km/h an – sicherlich genug, um jede Menge Morgencroissants zu holen. Das Bike ist aber absolut zulassungsfähig und erreicht Euro 3.
160'000 Franken sind happig…vor allem wenn man bedenkt, wie leicht so ein Bike gestohlen werden kann. Dementsprechend dürfte die auf 100 Stück limitierte CC-Serie denn auch blitzschnell hinter den klimatisierten Hallenwänden von betuchten Sammlern verschwinden. Auf den Strassen dürfte man die CC wohl kaum jemals zu Gesicht bekommen.
Zu dem Bike gibt’s noch eine Menge „Give-aways“ dazu, so eine Trussardi-Lederjacke und eine Girard-Perregaux-Uhr. Jede einzelne der Uhren soll rund 20'000 Franken wert sein. Warum man das Bike dann nicht nur 130'000 Franken teuer (dafür ohne Uhr) gemacht hat, wird wohl für immer Castiglionis Geheimnis bleiben.
Brutale Hydrogen
Nix mit Wasserstoff...
Hydrogen heisst die neue MV Augsta. Da fragt man sich natürlich sofort, ob da ein mit Wasserstoff angetriebener Motor drinsteckt. Ist aber nicht so. Seniore Castiglioni hat bloss eine weitere Sonderedition herausgebracht und diese Hydrogen genannt.
Neueste Kreation ist eine eine normale MV Agusta 910R, die einen speziellen Anstrich bekam und somit zur mit dem Schriftzug "Hydrogen" zu einer Sonderedition wurde.
Doch warum gerade "Hydrogen"? Dies ist nicht nur der Name von Wasserstoff - es ist auch ein edles, italienisches Modelabel. Hydrogen selbst bezeichnet sich als Luxury Sportwear Produzent - und MV hat zu Ehren des Bekleidungsherstellers eben dieses Hydrogenbike auf die Füsse gestellt.
Brutale 910 R
2008
Die MV Agusta Brutale 910 R ist mit Komponenten ausgestattet wie sie einem Wettbewerbsfahrzeug im Renneinsatz würdig wären. Mit der Brutale 910 R bietet MV Agusta ein Hochleistungs-Naked-Bike an, das sogar mit Rennsportkomponenten aufwarten kann. Die Brutale R wird ihrem Anspruch gerecht. Sie vereinigt die Vorteile beider Konzepte zu einem einzigartigen Fahrzeug: Die aufrechte und bequeme Sitzhaltung, agiles Handling, gepaart mit beeindruckenden Fahrleistungen und Komponenten die auch für Wettbewerbseinsätze angemessen sind. Mit diesem Konzept ist MV Agusta auf dem Markt für Naked Bikes einzigartig und führend.
Brutale 989 R
2008
Der Unterschied liegt in den Details

Die Brutale ist einzigartig in ihrer Konzeption und in der Mystik die sie ausstrahlt. Es ist nicht nur eine Frage der Linien, sondern auch von der Liebe zu einem Motorrad. Es sollte niemals nur eine kalte Sammlung von technischen Elementen sein, es muss Leidenschaft, Brillanz und Liebe vereinen. Nur ein italienisches Unternehmen wie MV Agusta konnte ein Motorrad wie dieses bauen. Es sind die Details, die den Unterschied zu einer "Nackten" ausmachen. Die Instrumententafel wird neue Grafiken haben um das neue Image der Brutale zu unterstreichen. Es sind die Technikkomponenten, die mehr als jedes andere Bauteil, das Aussehen des Motorrades neu definieren und den "Brutale -Effekt" von Leistung und Performance unterstreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Komponenten von der Rennabteilung von MV Agusta beigesteuert.
Brutale 1078 RR
2008
1078RR bedeutet die Spitze, die höchste Entwicklungsstufe der Brutale. Abgesehen vom neuen Instrumentenbrett, drücken die neuen Farbgebungen Stärke und Entschlossenheit aus: Schwarz/Weiß, Anthrazit/Schwarz und Rot/Silber. Die letztgenannte Farbe basiert auf der langen Racingtradition von MV Agusta. Die nicht vorhandene Verkleidung der Brutale 1078RR lässt einen freien Blick auf alle geänderten Bauteile zu: Die neuen Bremsen, die neuen Gabel-Bestandteile und besonders all die kleinen Details, die dieses Kunstwerk vollenden. Sie machen den Unterschied, nicht nur für den Fahrer, sondern auch für den Betrachter. Es ist das gleiche, als würde man sich ein Meisterwerk in einer Kunstgalerie ansehen.
F4 1078 312RR
2008

Mit dem Ehrgeiz von jemandem der gewohnt ist zu Gewinnen und dem Selbstvertrauen einer Firma mit dieser Erfahrung, hat MV Agusta ihre beiden letzten Kreationen, die F4 CC und die F4 R 312 “gekreuzt". Es wurde der ultimative Cocktail aus Leistung und kontrollierter Aggression gemixt, um die Bestie, auch bekannt als "das schönste Motorrad in der Welt" loszulassen. Der F4 wurde ein “R“ hinzugefügt zur großartigen F4 312R, die, ausgefahren 312 Km/h im sechsten Gang erreichen kann, und nun mit der RR überboten wird. Es gibt nur ein Ziel für 2008 - Fortschritt. Ein Ziel wie dieses ist für eine Firma, die bereits 75 Meisterschafts-Titel (37 Herstellertitel und 38 Fahrertitel) erreicht hat und ihrer Vergangenheit und Gegenwart Erfolge gefeiert hat, selbstverständlich. Wie andere Herausforderungen in der Vergangenheit, alles zu schlagen was die Gegenseiten aufbieten können, braucht diese neue Herausforderung wieder Mut, Willen, Leidenschaft, Opfer und Investitionen vom MV-Team. Das Ziel war einfach: Das beste Sportmotorrad auf der Welt zu bauen, weniger wäre undenkbar gewesen.
Brutale Wally
2008
 
118m  60 Knoten (111.11km/h)14Millionen €
Nicht etwa nach der Geier-Wally, sondern nach dem Jachten-Bauer Wally aus Monte Carlo benannte MV die neueste Variante der Brutale 910 R. Technisch unverändert, orientiert sie sich optisch an der Wally Power, einer 118 Fuß (36 Meter) langen Super-Jacht für 14 Millionen. Die Brutale 910 R Wally ist auf 118 Stück weltweit limitiert. Das Flaggschiff der Werft ist 118 Fuss lang, daher die Limitierung auf 118 Stück.
 
Wally, das bedeutet soviel wie gaga. Und ein bisschen crazy ist Luca Bassani, Chef der Wally Yachten, auch. Seine oft branchenfremden Ideen, technischen Lösungen und gestalterischen Umsetzungen haben den Yachtsektor revolutioniert und ihn reich gemacht. Jetzt will er erneut einen Stilbruch wagen.
Die Wally Power 118 ist eine Hochgeschwindigkeits-Luxusyacht, die von Wally Yachts aus Monaco entworfen und hergestellt wird. Ihr futuristisches und puristisches Design, das an ein Schiff mit Stealth-Eigenschaften erinnert, macht die schwarz schimmernde Yacht einmalig. Sämtliche für ein Boot dieser Größe notwendige Deckaufbauten wurden unter Verkleidungen versteckt, so die beiden Radare und die GPS-Antenne. Helle Teakholz-Böden bilden einen scharfen Kontrast zum dunklen Rumpf und den schwarzen Rauchglas-Scheiben, die einen Großteil der Außenfläche der Kabine ausmachen. Unter Deck gibt es eine große Eignerkabine und zwei großzügige ebenfalls fensterlose Gästekabinen. Dachluken aus Milchglas und Prismen sorgen für Tageslicht. Drei Kajüten mit je zwei Kojen beherbergen die Besatzung. Ihr Preis liegt bei 14 Millionen Euro (in der Variante mit 3 × 4.000-PS-Dieselmotoren) bzw. 20 Millionen Euro (in der Variante mit 3 Gasturbinen). Einem breiteren Publikum bekannt wurde die Wally-Power-118-Yacht durch den Kinofilm "Die Insel".
Brutale C2
2008
Citroën C2 1587 Brutale
Inspirierte von der MV Agusta 1078 RR Brutale haben MV Agusta und Citroën auf der My Special Car-Messe in Rimini den Citroën C2 1587 Brutale vorgestellt. Nicht ganz so schnell wie die MV, aber im absolut passendem Partnerlook. Leider nur ein Showcar.
F4 312RR
2008
Dies absolut exklsuive Powermaschine wurde gekreuzt mit der F4 R 312, um einen ultimativen Cocktail aus Leistung und kontrollierter Aggression zu erhalten, die MV Agusta F4 RR 312. Wem “das schönste Motorrad der Welt” noch nicht schön und exklusiv genug ist, für den wurde es nochmal etwas verschönert und komplett mit Gold überzogen, mit einer Fläche von insgesamt 5m² 24-karätigem Gold. Verantwortlich dafür ist MV Agusta in Zusammenarbeit mit Aurum, einer Firma aus Venedig, die für spezielle Metallbearbeitung zuständig ist. Vorgestellt wurde dieses goldene Motorrad auf einer internationalen Luxusmesse und hat dort für grossen Staunen gesorgt.
 
F4 1078 RR 312
2009

Behutsam nachgearbeitet
MV Agusta F4 1078 RR 312

Die MV Agusta F4 trägt für 2009 die neueste Ausbaustufe des bekannten Vierzylinders in sich. Durch die von 76 auf 79 Milimeter vergrößerte Bohrung wuchs der Hubraum auf 1078 Kubikzentimeter. Über mangelnde Leistung kann sich garantiert keiner beklagen - 190 PS machen die schmal gebaute F4 312 km/h schnell, daher auch der Namenszusatz. Das Fahrwerk wurde nur mehr in Details verändert und verbessert, schließlich gehörte es bisher schon zur Referenzklasse.
Brutale 989 R
2009
Brutale 1078R
2009

MV Agusta legt nach
Brutale als 989 R und 1078 RR

Kein anderes Motorrad trägt die Detail-Besessenheit ihrer Macher derart zur Schau wie die Brutale von MV. Das hat sich auch bei den zwei neuesten Varianten 989 R und 1078 RR nicht geändert, die sich vor allem durch mehr Hubraum und damit mehr Leistung von ihren Vorgängerinnen unterscheiden. Ihren Aufpreis rechtfertigt die 1078 nicht allein mit dem größeren Motor, sondern auch mit leichten Schmiedefelgen, Brembo-Monobloc-Bremsen und Anti-Hopping-Kupplung.
Brutale 990R
2010
Brutale 1090 RR
2010
Von dem alten Brutale-Modell ist nicht mehr viel geblieben, denn 85 % der Teile wurden vollständig neu entworfen. Von der Ästhetik über den Motor bis hin zum Rolling Chassis entspricht keine Komponente mehr denen der Vorgängermodelle. Viele dieser Teile wurden nicht bei Zulieferern am Markt eingekauft, sondern von MV Agusta konstruiert und gefertigt, wodurch technische und ästhetische Perfektion möglich wurden. Von allen Herstellern weltweit verfolgt nur MV Agusta wie besessen die perfekte Ästhetik beim Design der Bauteile, denn das Ziel des Unternehmens ist es, auch das schön aussehen zu lassen, was bei anderen nur funktioniert. Und dafür ist die Brutale ohne Übertreibung das beste Beispiel auf dem gesamten Markt.
Letzte Aktualisierung am 30.09.2009