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Schweizer-Meisterschafts-Lauf in Lédenon
Das Blau Power Bike Team nimmt in diesem Jahr an der
Schweizer-Meisterschaft mit zwei MV Agustas teil. Allen Grund für einen
MV Agusta Fan dabei zu sein und die 665km unter die Räder zu nehmen. Am
Samstagnachmittag fuhr ich mit dem PW durch das idyllische Frankreich
vorbei an so klingenden Namen wie Becançon, Lyon und Grenoble entlang an
malerischen Dörfern mit herrlichen Burgen und Gutshöfen. Man kann die
Lebensfreude dieser Menschen förmlich spüren und auch riechen. Kurz vor
dem Ziel klingelt das Telefon; wer sucht mich denn um diese Zeit? Es war
knapp vor 20.00 Uhr. „Hallo“, meldete ich mich kurz….. es war Markus
Allenspach der mich in einem Strassenbistro sitzend vorbeifahren sah.
Gross war die Freude, dass ich nicht der einzige MV Freak war, der
dieses Spektakel miterleben wollte. Schnell einen Espresso getrunken und
dann nichts wie auf die Rennstrecke. Was für eine Freude ging von den
Team-Mitgliedern aus als wir uns begrüssten. Den eigenen Fan-Club dabei
und das zu später Stunde. Schnell wurde über die Probleme mit den Reifen
und dem Fahrwerk erzählt und dass man mit den Leistungen soweit
zufrieden war. Schliesslich hatte das Team noch keinen einzigen Meter
getestet und belegte nach dem Qualifying bereits den 3.ten (Chrigel)
Christian Künzi und den 12.ten Startplatz für Beat Müller. Der erste
Rennlauf war am Samstagnachmittag und für das Team bereits ein
sensationeller Erfolg, belegte doch Christian Künzi den tollen 4.ten
Rang. Leider musste Beat Müller zu Boden und kam nur als 22.ter ins
Ziel. Durch diesen Ausrutscher bekamen seine Mechaniker zusätzliche
Arbeiten. Sonntagmorgen um 10.10 Uhr war das Warm Up angesagt und es
dauerte nicht lange, wurde dieses auch schon wieder abgebrochen. Ein
schwerer Sturz beim Übergang in die Senke zur Virage du camion. Die
Piste war durch den Morgennebel an dieser Stelle noch rutschig und
schwer beherrschbar. Der Sonntag begann mit den 600 Superstock Rennen wo
erstaunlicherweise eine Triumph das Renngeschehen in beiden Läufen
dominierte. Durch viele Stürze war der Zeitplan etwas ins Wanken geraten
und die 1000 Superstock Rennen begannen etwas später. Startaufstellung
zum zweiten Meisterschafts-Lauf an diesem Wochenende. Christian nahm auf
dem dritten Startplatz Aufstellung und war voll konzentriert. Start, ein
kurzes aufbäumen seiner MV, schnell das Gas nochmals wegnehmen und die
Kupplung nochmals ziehen. Schon waren fünf Plätze verloren. Als achter
in die Triple gauche und nun alles riskieren das der Zug nicht schon bei
Rennanfang abgefahren ist. Christian nahm das Messer zwischen die Zähne
und kämpfte wie ein Stier. Nach wenigen Kurven belegte er schon den
sechsten Platz, die Jagd hat begonnen. Die Virage de la servie war seine
Kurve, etwas später beim bremsen und etwas früher beschleunigen, schon
hat er wieder ein Platz gewonnen. Beat, dem ein guter Start gelungen
war, hatte sich seinen Platz im Feld trotz Schmerzen gesichert. Die MV`s
waren mit dem Speed gut dabei, sind ihre Stärke doch eher auf
schnelleren Rennstrecken als hier in Lédenon. Spannende Zweikämpfe waren
zu sehen und ein Trio fuhr vorne weg. Marc Wildisen, Jean-Louis Devoyon
und Julien Balestra alle aus dem TKR Racing Team auf Suzuki. Christian
fuhr die gleichen Rundenzeiten wie die Spitze und kämpfte mit Thomas
Flückiger um den 4ten Platz. Jetzt war er am Heck von Thomas, Anfahrt
zur Virage de la servie und der Angriff war schon seit zwei Runden
vorbereitet. Thomas, schon seit längerer Zeit unter Druck machte die
Türe zu weit auf und Christian nahm die Einladung dankend an. Platz vier
für den MV Agusta Fahrer. Christian war zu diesem Zeitpunkt deutlich
schneller und legte sofort einige Meter vor. Beat Müller stritt sich mit
Rico Steinemann (Schnaza Team Yamaha R1) und Oliver Lupberger (CSA-Racing
Team Suzuki) um Platz 18-20 und klassierte sich schliesslich in der
goldenen Mitte auf Platz 19. Das erste Rennwochenende und zweimal ein
vierter Platz durch Christian Künzi, sowie ein 22. und 19. Platz durch
Beat Müller; ein gelungener Einstand für das junge Racing Team! Ich
möchte mich beim ganzen Team für die Gastfreundschaft bedanken und
wünsche Euch weiterhin viel Erfolg.
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