MV Agusta Rennmodelle `48- heute
125 2takt Dreigang 1948
Bertoni Franco
Abgeleitet von der 125er Strassenmaschine: mit so etwas wurde 1948 der Grand Prix der Nationen in Faenza gewonnen.
Nachdem Graf Agusta den Erfolg seiner 125er Sportmaschine beobachtet hatte, entschloss er sich dazu, eine 125er Werksrennmaschine zu bauen. Dies geschah, wie damals allgemein üblich, um komerziellen Erfolg durch Werbung mit einigen Rennsiegen zu erreichen. So wurde die neue Maschine Anfang 1948 vorgestellt. Völlig überraschend gelang der Maschine gleich bei ihrem ersten Einsatz ein grosser Erfolg. Bertoni, der erste in einer langen Reihe von MV Agusta Werksfahrern, siegte mit ihr 1948 beim grossen Preis von Italien in Monza.
125ccm Motore Lungo 1949 4 Gang
Clemencigh Oscar
Trotz dieses erstaunlichen Anfangserfolges wurde die Maschine aber ein Flop, das Zeitalter der erfolgreichen Zweitakt-Rennmotorräder war noch nicht angebrochen. Der Sieg im Gran Premio del Nazione sollte der einzige grosse Erfolg dieser MV Agusta bleiben.
Schon 1949 hatten die Maschinen des Grafen keine Chance mehr gegen die Doppelnocken Mondials. Gegen diese Viertakt Uebermacht gelangen den Zweitaktern aus Gallerate bescheidene Achtungserfolge. Für das erfreulichste Saisonergebnis sorgte Oscar Clemencigh bei der Dutch TT in Assen, als er hinter dem siegreichen Nello Pagani auf den Ehrenplatz kam.
125 2takt Motore Lungo 1951
Benasedo Felice
Der MV Fahrer Cavaccuiti wurde beim grossen Preis der Schweiz Dritter, während Bertoni im selben Rennen den sechsten Platz belegte.
Nach dieser etwas enttäuschenden Saison machte man in Gallerate einen Viertakter startklar.
MV brachte zu Vergleichszwecken, den Zweitakter in den Niederlanden und Italien zum Einsatz. Während Benasedo in Assen immerhin als Fünfter einlief, wurde er beim Saisonfinale in Monza abgeschlagen, ein Platz hinter dem MV Viertakter, Achter. Dabei war die kleine MV nicht nur die schnellste Zweitakt Rennmaschine, sondern auch das einzige Motorrad, dass mit einer Verkleidung ausgestattet wurde. Dies war der letzte Einsatz einer Zweitakt Rennmaschine von MV Agusta.
125ccm 4takt 1952 Monoalbero Milano Taranto und Giro d Italia Privatfahrer
Während sich MV für den Rennsport auf Viertakt umgestellt hatte, blieb die Serienproduktion der Tourenmaschinen noch eine Reihe von Jahren beim Zweitaktmotor.
Etwa zur gleichen Zeit beschloss der italienische Verband FMI, wieder Rennen für Serienmaschinen auszuschreiben - eine immer wieder versuchte Utopie, auch den nicht von einem Werk unterstützten  und daher finanziell schwächeren, aber eben begeisterten Rennfahrern faire Chancen einzuräumen. In der Praxis lief das aber stets ganz anders: die Werke beeilten sich, mehr oder weniger gut getarnte, echte Rennmaschinen auf den Markt zu bringen und sie einigen wenigen zu annehmbarem Preis anzubieten. Ein gutes Werk zur Förderung des Breitensports.
500 Bialbero 4Zylinder Cardan 1951
Bandirola Carlo
Ende 1949 wechselte Ing. Remor von Gilera zu MV Agusta. Pietro Remor galt als einer der bedeutendsten Rennmotorradkonstrukteure seiner Zeit. Zusammen mit Remor kam auch der Testfahrer, Mechaniker und Konstrukteur Arthuro Magni zum Team des Grafen, ein Mann, der hier noch eine grosse Rolle spielen sollte. Die beiden machten sich sogleich an die Arbeit, eine konkurrenzfähige Rennmaschine für die Königsklasse zu entwickeln. Begünstigt durch die grosszügige Finanzierung des rennsportbegeisterten Grafen konnte die erste Maschine schon sechs Monate nach Baubeginn die Testfahrten aufnehmen.
125 Monoalbero 1954 Ubbiali Carlo
In der Weltmeisterschaftsendwertung des Jahres 1954 belegte Carlo Ubbiali hinter Ruppert Hollaus den zweiten Platz, gefolgt von dem deutschen H.P. Müller auf einer NSU.
125 Monoalbero formula Sport 1954
Sandford Cecil
Obwohl Sandford im Laufe des Jahres 1953 einigen Aerger mit Graf Agusta hatte, verpflichtete dieser ihn auch für die kommende Saison als Fahrer der kleinen Klasse. Es wurde aber vertraglich festgelegt, dass Carlo Ubbiali die Nummer eins bei MV Agusta war. Dritter Fahrer wurde der Italiener Angelo Marelli. Gerüchten nach sollte auch der Engländer John Astor Storr für 1954 eine Werksrennmaschine erhalten. Doch daraus wurde nichts.
350 Bialbero 4 Zylinder 1956
Surtees John
Bei Ende der Saison 1956 leistete die MV 76 PS bei 11200 Umin. Der Motor war zu dieser Zeit 10,8 zu eins verdichtet. Das reichte aus, um die Maschine auf etwa 260 kmh Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Der Graf hatte Sorge, ob John Surtees überhaupt 1957 für sein Team würde starten können, da es immer wieder Komplikationen mit seiner Armverletzung gab, die er sich beim Versuch die Spitze zurückzuerobern, bei einem Sturz auf der Solitude beim Grossen Preis von Deutschland zugezogen hatte.
250 1zylinder 1957
Colombo Roberto
 
500cc 6 Zylinder 4 takt 1957
Surtees John
 
500cc 6 Zylinder 4 takt 1958
John Hartle
 
250 Bialbero bicilindrico 1960
Hocking Gary
 
350cc 4 Zylinder 4 takt 1960
Mendogni Emilio
 
500 Bialbero 4zylinder 1965
Hailwood Mike
 
350cc 6 Zylinder 4takt Prototyp 1965
 
125 Bialbero monocilindrico 1965
 
Graf Agusta beauftragte Ingenieur Speluzzi, einen bekannten Dozenten der Mailänder Universität, einen Motor für ihn zu entwickeln. Speluzzi baute nach dem Vorbild der sehr erfolgreichen 250er Werks Benelli einen
125cc 2 takt drehschieber 1965
 
250 Bialbero bicilindrico 1966
 
 
350 Bialbero 3 Zylinder 1968
Agostini Giacomo
 
350 Bialbero 6 Zylinder 1969
Agostini Giacomo
 
500 Bialbero 3 Zylinder 1969
Agostini Giacomo
 
500 Bialbero 3 Zylinder 1970
Agostini Giacomo
 
500 Bialbero 4 Zylinder 1973
Read Phil
 
350cc 4 Zylinder 4 takt 1974
Bonera Gianfranco
 
500 4 Zylinder 1974
Read Phil
 
1975
Toracca Armando
 
1976
Agostini Giacomo
 
F4 750 4 Zylinder
2004 IDM
Teuchert Jörg
 
F4 1000R 4 Zylinder
2005 IDM
Teuchert Jörg
 
   
F4 312R
2007 SM
Küenzi Christian +
Müller Beat
Mit Christian Künzi hat das Kurt Blau Power Team einen mehrfachen Schweizer Meister im Team der auf eine langjährige Rennerfahrung und Fahrpraxis zurückgreifen kann. Er wird das 2007 Modell von MV Agusta die 1000RR 312 pilotieren.
Beat Müller (37) hat seine Erfolge in der Schweizer-Meisterschaft 1996 als Vizemeister im Cagiva Cup und 1997 Vizemeister in der SM bei der SS600 so wie in der Langstrecken WM auf Blau Power Bikes von 1997-2000 immer in den WM-Punkten. Er pilotiert eine 1000 S aus dem Jahr 2006 und wird für manche Überraschungen in der Schweizermeisterschaft gut sein. An diesem Motorrad wurde die gesamte Elektronik von Markus Dietrich neu aufgebaut und verbessert. Vom Schweizer Importeur wurde das Team durch Hr. Käser und Markus Allenspach unterstützt. Aber ohne den Einsatz durch das Blau Power Team und Chef Kurt Blau , welche in nächtelangen Einsätzen diese beiden Motorräder in kürzester Frist aufgebaut haben, wäre dies nicht möglich gewesen.
F4 312 RR 4 Zylinder
2008
Luca Scassa
 
 
 
Letzte Aktualisierung am 27.01.2009