Australian Superbike Championship, eine der schnelleren Nationalen
Rennserien auf dieser Welt fand am Wochenende im Rahmen der World
Superbike Championship (WSBK) im nahen Phillip Island statt. Diese
Rennserie ist die Brutstätte von Typen wie Troy Bayliss, Troy Corser,
Chris Vermeulen und anderen Australischen weltklasse Rennfahrern.
In einem Moment von jugentlichem Leichtsinn habe ich mich im Januar
einfach mal angemeldet. Dies
war noch die einfachste Aufgabe. Danach ging es daran die 1098S und
den Fahrer wettbewerbsfähig zu machen. Ich ging joggen und Velo
fahren, und meine Ducati bekam eine schöne 70mm Termignoni
Auspuffanlage. Wenigsten ist der Töff nun wettbewerbsfähig...
Nach all den Vorbereitungen, dem Töffvorführen und dem Einrichten
der Pitbox ging es dann an das Eingemachte – Qualifying!
Wie in so manchen Rennserien muss man innerhalb der berühmten 115%
des Schnellsten sein. Nun,
das wäre ja nicht so schlimm, wenn diese Jungs nicht so verdammt
schnell wären!
Auf einem 4.4km langem Kurs sind die Schnellsten nur gerade etwas
über 1 Sekunde langsamer als die Schnellsten der WSBK. Eigentlich
ist dies ja auch nicht verwunderlich, da die Top-Fahrer Profis sind
und mit mindestens einem Sattelschlepper an die Rennen kommen.
Jedoch, ich hab es geschafft! Ganze 0.2 Sekunden innerhalb der 115%
- geschafft ist geschafft.
Danach ging es dann richtig los und die Rennen begannen.
Im ersten Rennen hatte ich viel zu viel Respekt und hatte keine
Chance. Das zweite Rennen wurde richtig verregnet und ich musste es
leider auslassen da ich mir leider keine zweiten Radsätze leisten
kann (Sponsoren sind willkommen).
Das 3. Rennen war einfach nur geil (Neudeutsch für aufregend,
spannden, erfreulich, herzhaft, wohltuend). Ungefähr 40,000
Zuschauer, ein harter Zweikampf mit dem Zweitletzten, 10 Runden am
Limit und verzweifelte Anfeuerungsrufe meiner Kinder und Ehefrau
werden mir unvergesslich sein.
Ich wurde Letzter mit 0.2 Sekunden Rückstand und ich fühle mich
heute noch wie ein Champion!