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Manche glauben an die
Rache des Pharaos
Tote Gräfin - Fluch oder
Mord?
Rom/Portofino (dpa). Die
Geschichte der
italienischen
Multimillionärin und
Jetset-Gräfin Francesca
Vacca Agusta könnte
einem Hollywood-Thriller
entstammen. Von der
kleinen Verkäuferin
stieg die rothaarige
Schönheit an der Seite
des
"Hubschrauber-Königs"
Corradino Agusta zur
Highsociety-Lady auf,
speiste beim Schah von
Persien, residierte in
einer 40-Zimmer-Villa im
italienischen
Luxusbadeort Portofino.
Nun ist die Contessa tot
- und die Umstände
könnten mysteriöser
nicht sein. "Krimi in
Portofino", titelten
italienische Zeitungen
am Donnerstag.
Alles begann am 8.
Januar 2001 hoch über
dem Meer von Portofino
in der Villa Altachiara
der Contessa. Die
58-Jährige sei, so
berichten die, die sie
zuletzt lebend gesehen
haben, gegen 19.00 Uhr
nach draußen gegangen,
um ein Bad im Pool zu
nehmen. Fortan war die
Gräfin verschwunden.
Suchmannschaften
entdeckten Tage später
einen völlig zerfetzten
Bademantel sowie
Pantoffeln auf den
Klippen tief unter dem
Anwesen der Gräfin und
deren Sonnenbrille. Doch
Blutspuren gibt es
nicht.
Am 22. Januar tauchte
rund 400 Kilometer
entfernt an der
französischen Cote
d'Azur eine Frauenleiche
auf - es ist die
Contessa. War es ein
Unfall, Selbstmord oder
ein Gewaltverbrechen?
Der Pfarrer von
Portofino, Don Gianni
Cogorno, schließt ein
"Mord- Komplott" nicht
aus. "Wie ist es
möglich, dass ein Mensch
jahrelang um etwas
kämpft, in diesem Fall
um das Erbe des Grafen
Agusta, und sich dann
umbringt, zwei Monate
nach einer Einigung?",
fragt der Gottesmann.
Der italienische
Hubschrauber-Hersteller
Corradino Agusta war
1989 gestorben.
Italienischen
Presseberichten zufolge
geht es um ein Erbe von
umgerechnet rund 50
Millionen Mark. Erst im
vergangenen November
habe die Contessa nach
elfjährigem Rechtsstreit
eine entsprechende
Vereinbarung mit ihrem
Gegenspieler, dem Sohn
aus erster Ehe des
"Hubschrauber-Königs",
Riccardo "Rocky" Agusta,
erzielt. "Das Erbe ist
der Schlüssel des
Mysteriums", meinen
Fachleute.
Mögliche Begünstigte
durch ein Testament der
Gräfin seien ihr letzter
Gefährte, Tirso Chazaro
Rosario (50), und die
Freundin Susanna
Torretta (30). Beide
befänden sich derzeit
noch in der Villa der
Contessa. Immer wieder
taucht im italienischen
Fernsehen als weitere
"Schlüsselfigur des
Krimis" der Ex-Geliebte
und Playboy Maurizio
Raggio (41) auf.
Die völlig entstellte
Wasserleiche soll in
Italien einer weiteren
Autopsie unterzogen
werden. "Alles deutet
auf Mord hin und darauf,
dass die Leiche an einer
anderen Stelle ins Meer
geworfen wurde", sagt
Prof. Ennio Amodio, der
Anwalt des Bruders der
Contessa. Doch vieles
sei noch zu klären: Der
genaue Zeitpunkt des
Todes, ob Alkohol im
Spiel war - und der
Verbleib einer Rolex-Uhr
mit
Sicherheitsverschluss,
die die Gräfin nie
abgelegt habe. Dass ihr
Körper fast 400
Kilometer nach
Frankreich abgetrieben
worden ist, halten
Experten dagegen für
durchaus vorstellbar.
Die Leiche weist den
Angaben zufolge eine
Vielzahl von
Verletzungen auf; der
Schädel sei zertrümmert.
Nur anhand von
Röntgenaufnahmen der
Zähne sei eine
Identifizierung möglich
gewesen. "Ein
schauderhaftes
Szenario", warnten
französische
Gerichtsmediziner den
Bruder der Frau vor der
offiziellen
Identifizierung. Die
Staatsanwaltschaft in
Frankreich ermittelt
wegen Totschlags.
Manche sprechen auch vom
"Fluch des Pharao". Denn
die auf 35 Millionen
Mark geschätzte Villa
der Contessa in
Portofino wurde nach
italienischen Angaben
1874 von Lord Carnarvon
errichtet. Der
Archäologe starb 1922
wenige Wochen nach
Öffnung des Grabes von
Tut- ench-Amun in
Ägypten
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